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Zur Zeit ist Hauptsaison. Die erste (bisher) durchgängige Saison seit 2020, Wahnsinn!

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, die Alpaka-Spaziergänge einzustellen. Meine Vorstellung von einer Begegnung der etwas anderen Art, ging schief. Von Tour zu Tour, wurde ich vor der Tour schon total nervös, weil ich selten wusste wer die Personen sind, die mit uns laufen und wie verantwortungsbewusst und tierlieb sie sind. Ich dachte irgendwie, wenn man so eine Wanderung mitmachen möchte, sind diese beiden Punkte sowieso in dem Menschen vorhanden. Wahrscheinlich ist das auch so, wenn wir nicht auf der Insel leben würden. Hier wurde die Zeit mit den Tieren oft nicht für den Kontakt zu diesen so liebevollen Tieren genutzt, sondern leider viel zu oft als Attraktion, bei der die Tiere etwas zu leisten haben. Laufen, weil es Spaziergang heißt und streicheln lassen, weil sie so niedlich aussehen.

Alpakas reagieren sehr auf die Energien/Emotionen der Menschen die sie am Strick führen und somit beschützen sollen, deswegen konnte das wohl nur nach hinten los gehen 🙂 .

Da ich total schlecht darin bin, meine Tiere wirtschaftlich zu „vermarkten“ und mir die Bedürfnisse und das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen, musste ich mal wieder umdenken.

Solltet ihr das jetzt lesen und euch nach einem Hof umsehen, der diese Touren anbietet…Lasst bitte das Handy lautlos in der Tasche, lauft nur mit einem Alpaka selbständig, wenn ihr keine Angst vor diesen Tieren habt und achtet bitte ihre Privatsphäre. Alpakas sind Distanztiere, keine Kuscheltiere. Sie kennen diese Nähe nicht und finden sie oft bedrohlich und unangenehm. Ich möchte nicht wissen wie hoch der Cortisolspiegel eines Tieres während so einer Wanderung ist, welches sich bei dem Menschen der mit ihm/ihr läuft, bedrängt und nicht sicher fühlt.

Wir können so viel von ihnen lernen. Entschleunigung, Sanftheit, faire Führung, Selbstvertrauen u.v.m., gebt ihnen die Chance diese Eigenschaften bei euch zu entdecken :). Sie können einfach mit Ärger, Stress, Druck und Desinteresse nicht umgehen.

Für Kinder sind diese Touren auch oft langweilig, es sei denn sie sind eher ruhiger, lieben die Natur und sind sehr tierlieb/rücksichtsvoll. Als Ausflugsziel würde ich sonst eher etwas wilderes empfehlen, wo sie sich austoben können.

2023 ziehen Lamas bei uns ein. Unsere Herde wird dann vergrößert und ich habe es noch nicht völlig aufgegeben den Menschen die Chance auf das Spüren innerer Ruhe, mithilfe von Neuweltkameliden zu ermöglichen. Allerdings wird es Hofangebote geben. Wir gehen mit den Tieren wahrscheinlich nicht mehr gewerblich vom Grundstück.

Gedacht habe ich da z.B. an Führungs-, Begegnungs- und Meditationsworkshops auf der Alpaka-/Lamawiese, aber dafür müssen sie erst einmal bei uns einziehen, sich gut einleben und sich vor allem mit den 3 Jungs gut verstehen :D.

Worüber wir auch viel nachdenken, sind Hühner :). Das hat viel mit unserem Wald zu tun, in dem die Brombeere kaum zu bändigen ist. Es müsste also ein Tier her, welches sich über die Lage freuen würde, die Bäume stehen lässt und vielleicht auch ab und an ein Ei für unsere Gäste und uns spendiert. Da wir den Hühnern sicher Namen geben werden und sie dann wie alle anderen Tiere auch, unweigerlich zur Familie gehören…werden wir nur Hennen halten und nicht züchten. Also gibt es auch keinen Hahn, der zu laut singt.

Zwergziegen oder große Maras stehen noch im Raum, aber nicht mehr im nächsten Jahr (sonst zieht mein Mann wohl bald aus und beantragt ein Sabbatjahr!).

Außerhalb der tierischen Bewohner, haben wir seit Mai eine Tischtennisplatte in unserem Wäldchen stehen. Für alle die nach den Kellen und Bällen fragen, schaut mal unter der Platte, es ist alles da.

So, das wars von mir, Veränderung, oder Entwicklung? Für mich fühlt es sich mehr nach Entwicklung an 🙂

Liebe Grüße, Ariane

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